Stiftung Die Brücke zum Leben

Ukraine - Erlebnis von Flucht und Hilfe

Flüchtlingsehepaar Swetlana und Maxim sind mit ihren zehn Kindern nach Deutschland geflüchtet. Sie lebten mit 11 Kindern in einem Kinderhaus, das von unserer Stiftung „Die Brücke zum Leben“ errichtet wurde.

Der 18-Jahrige Pflegesohn durfte nicht ausreisen. Vater Maxim kam über die Grenze, weil in der Familie mehrere minderjährige Pflegekinder sind.

>Bereits im Jahr 2014 musste die Familie mit den Kindern ihre Stadt und das Haus im Gebiet Lugansk/ Ostukraine wegen des Krieges verlassen. Jetzt – nach 8 Jahren – sind sie wieder auf der Flucht. Diesmal aus der Region Nikopol, wo sie sich damals niedergelassen hatten. Und wieder wegen erneutem Kriegsausbruch. Bei Beginn der Unruhen wurde durch eine Hilfsorganisation ein Bus organisiert, der einige Waisenkinder aus dem Land bringen sollte. Dem Ehepaar wurde auch angeboten, ihre Pflegekinder auf diese Weise in Sicherheit zu bringen. Schweren Herzens sagten sie zu. Sollte es zur Flucht kommen, würden sie in ihrem Familienauto nicht genug Platz für alle Kinder haben. So kamen fünf Kinder nach Spanien.

Die Situation für alle Bewohner in der Gegend wurde zunehmend gefährlich. Bereits am nächsten Tag wurde die Familie aufgefordert, die Stadt unverzüglich zu verlassen.

In Eile und ohne große Vorbereitungen setzte sich das Ehepaar mit den verbliebenen fünf Kindern ins Auto und fuhr los. Bereits nach einigen 100 Metern Fahrt hörten sie hinter sich die ersten Angriffe und das Heulen der Sirenen.

Dankbar und relativ gut und sicher kamen sie in Deutschland an. Einige Wochen später und nach intensiven Bemühungen sind nun auch die Pflegekinder aus Spanien wieder mit der Familie vereint. Hier vor Ort bekommen sie Hilfeleistungen von der Stadt. Aber auch von der Stiftung und Privatpersonen werden sie unterstützt, sei es bei Behördengängen oder den zahlreichen täglichen Herausforderungen.

Sobald sich die Lage in der Ukraine beruhigen sollte, streben sie an, mit allen Kindern wieder in ihre Heimat zurückzukehren. „Wie müssen zurück. Der Krieg nimmt viele Menschenleben dahin. Viele Kinder verlieren in diesem Krieg ihre Eltern. Da sind wir gefragt. Wer, wenn nicht wir kann diesen schutzlosen kleinen Opfern noch helfen? Wir müssen unsere Herzen und unser Haus für viel mehr Kinder öffnen, die zu Waisen geworden sind “ – sagt immer wieder Mama Swetlana, wenn wir uns sehen.

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